Heinrich von Reigersberg war als Komponist und Fachschrifststeller über ein
halbes Jahrhundert der Zither verbunden. Durch seine intelligente, streitlustige und eigensinnige Art
ist es auch heute noch interessant, sich mit ihm zu befassen. Ab der Mitte seines Lebens hatte er sein Schaffen
ausschließlich der Kunst gewidmet. Die Welt verdankt ihm viele wertvolle Kompositionen.
Autogrammkarte mit Fotographie Reigersbergs, ca. 1935
Texte über Reigersberg
Die beiden Texte aus dem Echo vom Gebirge aus der Rubrik
Redaktions-Telefon (Echo vom Gebirge, 1909)
geben ein paar persönliche Einblicke in Reigersbergs Leben. In dieser Zeit ist Reigersberg
bereits recht bekannt und häufig für das Echo tätig. Hier erfährt die Zithergemeinde auch
von der bevorstehenden Vermählung Reigersbergs.
Der Artikel von Ferdinand Kollmaneck über Reigersberg (Echo vom Gebirge, 1918)
hat besondere Bedeutung, weil es die einzige Quelle ist, welche in das nicht publizierte Frühwerk Reigersbergs Einblicke
erlaubt. Einige der aufgeführten Werke wurden zwar später tatsächlich veröffentlicht, viele sind aber heute unbekannt.
Zur Zeit dieses Grußes zum 50. Geburtstag (Muse des Saitenspiels, 1924)
ist Reigersberg eng mit Grünwald verbunden. Er schreibt Artikel und Kompositionen, welche in Grünwalds Fachblatt Muse des Saitenspiels
veröffentlicht werden, auch privat ist man einander verbunden, wie die gegenseitig gewidmeten Kompositionen belegen.
In der Festschrift zum 50jährigen Bestehen des Zentralverbandes sind
Reigersberg und Grünwald
noch einträchtig nebeneinandergestellt abgebildet, was zu dem Zeitpunkt auch noch der
Wahrnehmung in der Zither-Öffentlichkeit entsprach.
Tatsächlich aber waren beide zum Zeitpunkt der Festveranstaltung bereits entfremdet
und entzweit. Die Festveranstaltung war auch insofern besonders, als Grünwald auf der Veranstaltung
in Anwesenheit einstimmig aus dem Verband ausgeschlossen wurde. In den jahrelangen
Streitigkeiten und Fehden zwischen dem Lager des Zentralverbandes (und des süddt. Bundes) mit dem
Grünwald-Lager war dies zwar nur ein vorläufiger, dafür aber auch spektakulärer Höhepunkt.
Im Artikel zum 60. Geburtstag (Die Zither, 1935) von Mickenschreiber
findet sich die Hoffnung formuliert, dass R. "wieder zum großen Kreis der Zitherspielergemeinde zurückfinden möge".
Der breiten Masse war Reigersberg zu dieser Zeit sicherlich bereits lange entfremdet.
Interessant ist der Artikel von Wilhelm Tafelmeyer über Reigersberg (Die Volksmusik, 1940)
auch deshalb, weil dieser von der Wertungsspielliste des Recihsverbandes für Volksmusik (und den vielen Kompositionen Reigersbergs darin)
berichtet. Im Zuge der Gleichschaltung war die Zitherwelt nach dem Führerprinzip organisiert und alles Kulturelle dem
Politischen untergeordnet.
In den Mitteilungen des Dt. Zithermusikverbandes brachte Mickenschreiber 1948 nach Reigersbergs Tod einige
Auszüge aus Reigersbergs Briefen an Mickenschreiber.
Diese geben einen sehr persönlichen Einbick in Reigersbergs letzte Lebensjahre.
Von Ewald Kuchenbuch liegt uns mit dem Artikel
Reigersberg als Mensch und Künstler (Mitteilungen, 1949)
eine besonders schöne, bereits posthume Würdigung vor. Kuchenbuch als exzellenter Zitherspieler erlaubt uns mit seinem Artikel Einblick
in seinen künstlerischen Zugang zum Werk Reigersbergs.
Im großen Standardwerk von Dr. Brandlmeier ist auch Reigersberg (Handbuch der Zither, 1963)
erwähnt. Die Darstellung ist, trotz der Streitigkeiten zwischen R. und Grünwald, dem Schwiegervater von Brandlmeier, neutral gehalten
und zeugt vom Bemühen Brandlmeiers um eine neutrale Haltung in den persönlichen Befindlichkeiten im Zitherreich.
Im Saitenspiel erscheint 1966 eine Darstellung über die
10 Sonatinen von Heinrich von Reigersberg (Saitenspiel, 1966),
deren Urheber leider unbekannt ist. Nach heutiger Zählweise sind im Werkverzeichnis 13 verschiedene Sonatinen nachgewiesen,
welche teilweise auch in verschiedenen Bearbeitungen, bspw. für mehrere Stimmen, vorliegen.
Heinrich von Reigersberg war als Musikschriftsteller sehr produktiv. Im Laufe der Jahre wurden in den verschiedenen
Zitherzeitschriften mehrere hundert Kritiken, Fachaufsätze, aphoristische Betrachtungen und andere feuilletonistische
Artikel gedruckt. Über die Jahre ändert sich sein Stil, die Themen und auch seine Haltungen. Hier kann allerdings
nur ein kleiner Teil dieser Publikationen wiedergegeben werden.
Unter seinem Decknamen Democritos hatte R. zahlreiche Artikel im Echo herausgebracht.
Ein Wort an die Herren Verleger (Echo vom Gebirge, 1910) knüpft an seine
häufig geäußerte Kritik an der qualitätsarmen Massenproduktion der Zitherverleger an.
Reigersberg war es immer wichtig, die Zither und sein eigenes Schaffen im Kontext der Volkskunst zu sehen,
darüber schreibt er bspw. im Beitrag zum Kapitel Volkskunst (Echo vom Gebirge, 1911),
aber auch später greift er dieses Thema häufiger auf.
Der Kampf gegen Schund und für qualitativ wertige Musik drückt sich deutlich in seinen Beiträgen aus,
der Artikel über die musikalische Form (Echo vom Gebirge, 1916)
gibt ein Beispiel für sein pädagogisches Bemühen.
"Das Wirtshaus zum Löchlein", Illustration Reigersbergs zum Artikel
"Weidenberg und das Tal der warmen Steinach", veröffentlicht 1912
in "Das Bayerland", der Artikel stammt von Nikolaus Höfer, dem
Schwiegervater Reigersbergs, der in Weidenberg lebte und als Lehrer tätig war.
Mit dem Artikel über die Sonatenform ist eine besondere Geschichte verbunden.
Der Artikel war 1927 in drei Fortsetzungen im Zentralblatt erschienen. Bis 1926 war Reigersberg noch für die Muse des Saitenspiels
tätig und eng mit Grünwald verbunden. Den Artikel hatte Reigersberg 1926 der Muse angeboten und um eine Entlohnung gebeten, da er
sich zu der Zeit in wirtschaftlich sehr schwierigen Verhältnissen befand. Grünwald hatte auf sein Schreiben nicht reagiert,
daraufhin erschien der Artikel im Zentralblatt. Das war insofern bemerkenswert, als sich die beiden Zeitschriften und die damit
verbundenen Lager im Zitherreich feindselig gegenüber standen. Reigersberg und Grünwald entzweiten sich über diese Angelegenheit, wobei
angenommen werden muss, dass es dafür tiefer gelegene Ursachen gegeben haben wird.
Ein unüberbrückbarer Gegensatz der Veranlagung lässt einen Verkehr für die Dauer nicht aufkommen (so Reigersberg im März 1927 in
einem Brief an die Vorstandschaft der Dt. Zitherkonzertgesellschaft, die eng mit Grünwald verbunden war).
Nach seinem Wechsel zum Zentralblatt wird die Sprache Reigersbergs gemäßigter. Er bleibt streitlustig, aber allmählich
schimmert Resignation durch. In dem kurzen Abschnitt Eingesandt (Zentralblatt Deutscher Zithervereine, 1931)
bleibt er kryptisch, der Zusammenhang ist nicht eindeutig herzustellen. Dass eine solche Notiz überhaupt gedruckt wurde,
ist nicht selbstverständlich und zeigt, dass er eine enge Beziehung zum Redakteur des Zentralblatts, W.O. Mickenschreiber, pflegte.
Die Abhandlung über das moderne Zitherspiel (Zentralblatt, 1932)
ist eigentlich als Artikel begleitend zur Musikbeilage "Tanzvision" angeküdigt. Neben den Betrachtungen zu dieser Komposition (s.u.)
äußert er sich dann aber sehr grundlegend zum Stand der Zithermusik. Auch erwähnt er das Kammerquartett in Nürnberg (unter der Leitung von
Franz Heinrich), welches seine Werke häufig zur Aufführung brachte und wirbt für die Halbideal-Reform-Zither, welche in dieser Zeit
und auch nach dem zweiten Weltkrieg zumindest im anspruchsvollen Zitherspiel noch populär war, heute aber kaum mehr gebräuchlich ist.
Das Spätwerk Reigersberg gilt im Wesentlichen dem Zitherquartett. Er überarbeitet einige seiner früheren Kompositiionen, vor allem aber schöpft er
eine beträchtliche Zahl neuer Werke. Mit der Erfindung der Basszither verwendet er diese, ebenso wie (nach einigem Zögern) die Quintzither, während
bspw. Grünwald beide Bauformen strikt ablehnte.
Es überrascht daher nicht, dass er sich auch über das Zitherquartett (Die Volksmusik, 1936)
äußert.
Mit den starken gesellschaftlichen Änderungen der 30er Jahre ebbt auch die Publikationstätigkeit Reigersbergs ab.
Nahezu abschließend wirkt daher auch seine Betrachtung Probleme (Die Volksmusik, 1938),
welche nach seinem Tode den Mitteilungen des dt. Zithermusik-Verbandes 1949 erneut gedruckt wurde.
Die letzte bekannte Veröffentlichung Reigersbergs ist Über das Zitherspiel (Die Volksmusik, 1943).
Sie erscheint 1943 in Die Volksmusik, die ab 1940 die letzte noch publizierende Zithermusik-Zeitschrift in Deutschland war.
Sie war Publikationsorgan der Reichskulturkammer, und hatte auch den Bereich der Zithermusik abzudecken.
"Frühling", Zeichnung von Reigersberg, Murnau
Auto-Biographisches
Reigersberg hat insgesamt nur wenig über sich selbst geschrieben.
Hinsichtlich seiner Biographie bleiben damit einige Fragen offen.
Erinnerungen (Echo vom Gebirge, 1908)
Hier berichtet Reigersberg aus seinen "Passauer Tagen". Gemeint ist die biographische
Station in Ortenburg, wo sich die Familie ab seinem zweiten Lebensjahr aufhielt.
Die Familie zog häufig um, Reigersbergs Vater Friedrich war als Beamter beim Zoll beschäftigt und
wurde häufig versetzt. Passau war auch der Geburtsort des Vaters, und auch dessen Zwillingsbruder
lebte dort. Reigersberg hatte offenbar in der nahegelegenen Stadt Passau Anschluss zur Zitherwelt gefunden.
Dies war die einzige Zeit, wie er selbst schreibt, wo er einem Zitherverein angehört hatte.
Aus dem Kinderleben (Muse des Saitenspiels, 1921)
In dieser versonnenen Betrachtung, die in Richard Grünwalds "Muse des Saitenspiels" erschienen war,
vermischen sich autobiographische Spuren Reigersbergs mit der Besprechung
des damals erschienenen Werks "Aus dem Kinderleben" Grünwalds. Dieses
mehrteilige Werk ist in sieben Episoden erschienen, die erste davon war
Richard der kleine Held und
dem "Söhnchen" Richard gewidmet. Die anderen sechs Episoden sind als Op.48 noch im Verlag Richard Grünwald
zu beziehen.
Dieser Artikel ist typisch für Reigersbergs Stil. Er erzählt poetisch, und wenn er
über sich erzählt, dann ist die Erzählung bildhaft undschön zu lesen,
aber man efährt kaum etwas über sein Leben.
Einiges aus meinem Leben (Zentralblatt Deutscher Zithervereine, 1928)
Im Jahr 1928 war Reigersberg relativ frisch als Schriftsteller beim Zentralblatt tätig, nachdem
er sich mit Grünwald entzweit hatte. Hier erschienen nun in drei Teilen
einige biographische Betrachtungen Reigersbergs, die mehr noch als eine
Betrachtung über die Zeit und seine Mitmenschen zu lesen ist. Seine Erwähnung des Unterrichts
auf der Geige beim Straubinger Türmer als Achtjähriger lässt sich biographisch nicht so
recht zuordnen, da die Familie mindestens bis zu seinem zehnten Lebensjahr in Ortenburg
bei Passau wohnte.
Wie sie zur Musik kamen (Die Volksmusik, 1937)
Diese Rückschau des 62jährigen Reigersbergs auf seine Entdeckung der Zither in seinen Kindertagen
mäandert zwischen philosophischen Abschweifungen und sparsam dosierten biographischen Details.
Reigersberg blickt rückblickend recht selbstbewusst auf seine künstlerischen Berufung.
Zu diesem Selbstbewusstsein zu finden war sicherlich nicht leicht.
Er war vierzig Jahre alt, als er, mitten im ersten Weltkrieg, seinen Beruf aufgab und sich
dem Künstlerleben widmete.
Reigersberg über andere Komponisten
Als Fachschriftsteller hatte sich Reigersberg intensiv mit dem musikalischen Schaffen seiner Zeitgenossen, aber auch mit den damals
schon vergangenen Komponisten beschätigt. Einige diese Komponisten hatte er mit umfangreichen Werkschauen besonders gewürdigt.
Das Buch Was muss jeder strebsame Zitherspieler wissen?
ist 1908 im Verlag von Joseph Hauser, München, erschienen. Auf 48 Seiten liefert Reigersberg eine theoretische und praktische Umschau.
Das Buch wurde von Genghammer&Zellner eingescannt.
Im gleichen Jahr erschien ebenfalls im Verlag von Josef Hauser
Der Zither-Verein und das Zither-Orchester,
das Büchlein wendet sich an die Zithervereine, vieles daraus mag selbstverständlich klingen, dürfte aber auch heute
noch seine Richtigkeit haben.
Auch diese Buch wurde von Genghammer&Zellner eingescannt.
Im Verlag von Franz Fiedler ist 1925 das Buch
Kleine Melodiebildungslehre für Zitheristen
erschienen. Dieses Buch wurde von Joseph Swoboda verfasst. Es enthält als eigenes Kapitel
die von Reigersberg verfasste Abhandlung Vom musikalischen Satz, welche anhand zahlreicher Beispiele
eine knappe Darstellung zum musikalischen Satz liefert.
Ueber den Wolken. Ein heiteres Intermezzo in einem Aufzug mit Zithermusik für Dilettantenbühnen. (Verlag Josef Hauser, München, 1907)
Dieses Werk wird im Echo vom Gebirge 1907 erwähnt und auch vom Hauser-Verlag beworben, ist aber heute nicht
mehr auffindbar.
Musikalisches Werk
Werkübersicht
Das Werkverzeichnis gibt einen Überblick über das bekannte Gesamtwerk von Reigersberg.
Zur Erstellung des Werkverzeichnisses wurden alle verfügbaren Quellen herangezogen.
Es ist in zwei Gruppen gegliedert: die verschollenen Werke sowie das heute noch verfügbare Werk.
Sollten Informationen über den Verbleib verschollener oder bislang unbekannter Werke vorliegen, wird um
eine Mitteilung an mail@zither-geschichte.de gebeten!
Die Werke Reigersbergs wurden von einer größeren Zahl unterschiedlicher Verleger herausgebracht bzw. neu verlegt.
Hinzu kommen in allen Schaffensperioden Veröffentlichungen in den Zitherzeitschriften als Musikbeilagen:
ab 1895 im Echo vom Gebirge, ab 1901 immer wieder auch im Zentralblatt,
ab 1919 in der Muse des Saitenspiels und ab 1927 ausschließlich im Zentralblatt bzw. in der Nachfolgezeitschrift "Die Zither".
In einem Brief Reigersbergs aus dem Jahr 1919 an einen
unbekannten Empfänger bringt er selbst eine Übersicht über die damals verfügbaren Werke für Zitherensemble.
Ein von Reigersberg selbst erstelltes Werkverzeichnis stammt aus den 30er Jahren
und dokumentiert die von ihm an das Archiv des Reichsverbandes für Volksmusik übergebenen Manuskripte. Dieses Verzeichnis
bildet vor allem das Spätwerk Reigersbergs ab. Die Bestände des Archivs sind in Folge des Krieges leider zerstört worden.
Im Werkverzeichnis ist auch notiert, welche dieser Werke ebenfalls beim Nürnberger Kammerquartett vorhanden waren. Vom Verbleib dieses
Bestandes bzw. der maßgeblichen Herren Hans Porsch und Franz Heinrich ist leider auch nichts weiter bekannt.
In der Zeitschrift "Zither" ist 1935 ein Beitrag des Redakteurs W.O.Mickenschreiber unter dem Titel
Ernste Betrachtungen erschienen. Darin findet sich eine
Aufzählung wichtiger Werke Reigersbergs, vor allem aus der Spätphase. Dieser Artikel Mickenschreibers ist
ein wichtiger Beitrag für die Zusammenstellung des Werkverzeichnisses.
Vom musikalischen Gesamtwerk Reigersbergs ist nur ein Teil erhalten. Ein erheblicher Teil seiner Kompositionen ist in
Folge der Zerstörungen des zweiten Weltkrieges verloren gegangen. Davon betroffen sind vor allem Werke für Zitherquartett.
Eine große Anzahl der Kompositionen Reigersbergs sind noch im Grünwald-Verlag sowie auch im Hauser-Verlag zu
erwerben.
Notenbeispiele
Um eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Werk Reigersbergs zu ermöglichen, werden hier einige Werke zur Verfügung gestellt,
welche heute nicht mehr verlegt werden oder nie verlegt wurden. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Notenbeilagen
oder handschriftliche Manuskripte aus der Feder von Reigersberg.
Titelblatt zu "Aus den Bergen", Zeichnung von Reigersberg.
Die Erinnerung an Hübschmühle wurde
1899 als Musikbeilage im Echo vom Gebirge veröffentlicht. Hübschmühle war bis 1912 eine Ausflugsgaststätte
in der Gemeinde Seeshaupt am Südufer des Starnberger Sees. Reigersberg hatte 1899 eine kurze berufliche
Station in Starnberg.
Ebenfalls ein Beispiel für das frühe Werk Reigersberg ist Aus'm Isarwinkel. Es war 1900 im Echo vom Gebirge
als Notenbeilage erschienen. Reigersberg hatte berufsbedingt in verschiedenen Orten in Oberbayern Aufenthalte, u.a. 1893 in Tölz sowie 1904-1906 in Murnau.
Diese Notenbeilage enthält auch ein kurzes stimmungsbeschreibendes Gedicht:
Ach! wie einzig schön im Süden
Schliesst der Juifen ab ein Bild,
Das den Blick, den nimmermüden,
Stets mit neuer Wonne füllt.
Solche Kurzgedichte hatte Reigersberg zu einigen seiner Kompositionen verfasst.
Frieden wurde im Echo vom Gebirge 1903 abgedruckt, die Zeichnung stammt von Reigersberg selbst.
Reigersberg verstand sich durchaus auf verschiedenen Gebieten als Künstler, das Zeichnen gehörte neben dem Dichten auch dazu. Von den Zeichnungen
sind insgesamt nur wenige erhalten.
Auch das Werk Wenn der Flieder blüht trägt im Titelblatt eine Zeichnung von Reigersberg.
Das Stück ist für Diskantzither und Violine gesetzt und 1908 bei Josef Hauser erschienen.
Noch zur frühen Phase ist auch der Walzer Bei den sieben Zwergen zu zählen, welcher
1909 veröffentlicht wurde. Das Stück ist J.B. Bauer gewidmet. Das Stück hat die Werknummer 10.
Bei den sieben Zwergen, Walzer von Reigersberg, erschienen im Verlag Nürnberger Zentral-Zitherschule.
Eine besondere Stellung im Werk von Reigersberg nimmt das Stück "Am Brünnlein" mit Werknummer 12 ein. Dieses war zuerst 1910 in der Besetzung
für Violine und Klavier in der Zeitschrift "Mode und Haus" unter dem Titel Anemonen erschienen.
Es ist sonst kein Notendruck bekannt, wo Reigersberg die Zither nicht verwendet hatte.
Titelblatt zu "Am Brünnlein", Verlag Karl Schneiders in Konz-Karthaus
Bald wurde das Stück auch bei Robert Söhnel unter der Bezeichnung "Am Brünnlein" für Zither verlegt,
durch Verlagsübergänge wurde es später in den Verlagen von Ernst Rommel und Karl Schneiders und
heute schließlich im Grünwald-Verlag verlegt.
Nur als Manuskript liegt eine eigenhändige Bearbeitung Reigersbergs für zwei Diskantzithern vor.
Reigersberg hatte zu dem iBrünnlein auch eine stimmungsvolle Zeichnung erstellt, die im Verlag
Richard Grünwald jedoch als Illustration für die Suite Waldeinsamkeit verwendet wurde.
Zeichnung und Gedicht zu "Am Brünnlein"
Zur Feier des 50jährigen Bestehens des Zentralverbandes 1927 wurde eine umfangreiche Festschrift herausgegeben.
Darin finden sich auch einige Autographen angesehener Zitherkomponosten. Darunter befindet sich
unter anderem auch ein Allegretto von Reigersberg.
Tanz-Vision ist eine Komposition aus dem Spätwerk und zeigt, wie weit sich Reigersberg
von den klassischen Formen, welche seine mittlere Phase geprägt hatten, Anfang der 30er Jahre gelöst hatte. Die Komposition steht in Bezug
zum oben bereits angeführten Artikel "Über das moderne Zitherspiel".
Während ein Großteil der Sonatinen im Grünwald-Verlag noch erhältlich sind,
wird die Sonatine Op.84 leider nicht mehr
verlegt, obgleich diese die Vorteile vereint, dass sie für mittelmäßige Spieler gut zu bewältigen und zugleich von großer Schönheit ist. Die Sonatine wurde
von Reigersberg später zu einem Quartett (2D2, Az, Bz) bearbeitet. Diese Bearbeitungen eigener Werke
für kleine Besetzung finden sich bei Reigersberg häufig. Das Werk wurde vom Reichsverband für Volksmusik in einer Werkreihe herausgegeben, wo
auch ein "Quartettino g-moll" von Johannes Pugh und sowie die "Nordische Suite" von Gottfried Rüdinger erschienen waren.
Als eines der letzten veröffentlichten Stücke erschien 1936 von Reigersberg Palmkätzchen als Notenbeilage
in "Die Zither". Ewald Kuchenbuch hat sich sehr wohlwollend über dieses Stück in seinem Artikel
geäußert. Zu Palmkätzchen gibt es auch eine handschriftliche Fassung für Quartett (2DZ,Az,QZ).
Hier verwendet Reigersberg interessanterweise die Quintzither, die er mit deren Aufkommen Anfang der 30er Jahre zunächst abgelehnt hatte.
Das Stück Alpenveilchen ist als Manuskript in mehreren Versionen vorhanden, die aber nur leicht voneinander
abweichen. Die Komposition aus dem Jahr 1937 ist typisch für das Spätwerk. Das Stück wurde von Reigersberg sowohl Ida Furrer als auch Fred Rüffer zum Geschenk gemacht.
Beide waren in ihrer Zeit als herausragende Zithervirtuosen bekannt.
Das Duett Wenn der Schnee zerrinnt für Diskant- und Basszither ist von besonderer Schönheit.
Es entstammt der Suite "Gebirgsbilder Op. 92". Von der Suite ist nur dieser Teil im Druck erschienen (1938 im Verlag Karl Schneiders).
Erstmals erwähnt wird diese Suite von W.O.Mickenschreiber in Die Ziter im Jahr 1935.
In Die Zither finden wir 1938 eine wohlwollende Besprechung dazu von Emil Holz. Holz erwähnt,
dass die Gebirgsbilder-Suite ursprünglich für Quartett geschrieben war.
Im Rosengärtlein ist von Reigersberg im Eigenverlag 1919 erschienen. Zuvor hatte er über die
Zither-Zeitschriften Echo vom Gebirge und Zentralblatt um Subskriptionen gebeten, da er für seine Werke kaum einen Verleger finden würde. Auf diese Weise
konnte er das Werk dann selbst herausgeben. Später fügte Reigersberg noch eine Altzither-Stimme hinzu,
welche handschriftlich vorliegt. Nach dem Tode Reigersbergs wurde dieses Werk dann durch Karl Schneiders verlegt, der dazu im
Briefkontakt mit der Witwe Lola stand.
Dieser Brief ist auch zeitgeschichtlich hoch interessant, da Schneiders über die Kriegszeiten berichtet.
Später ist "Im Rosengärtlein" noch einmal bei Jellinghaus verlegt worden.
Titelblatt zur Originalausgabe von "Im Rosengärtlein" aus
dem Eigenverlag Reigersbergs, die Zeichnung stammt
stammt von Reigersberg selbst.
Insgesamt brachte Reigersberg auf dem Wege des Selbstverlages nur wenige seiner Werke auf den Musikalienmarkt, nebem dem Rosengärtlein waren es
"Mein Herz ist im Hochland (Op. 44)", "Waldheimat (Op. 83)" sowie "Präludium-Scherzo-Fuge (Op. 80)".
Titelblatt zu Waldheimat, gewidmet dem Andenken des Heimatdichters Peter Roseggers.
Reigersberg hatte zahlreiche Werke anderer Komponisten für kleine Zither-Besetzung bearbeitet, unter anderem die
Minnelieder von Max Albert. Diese liegen als
Manuskript für 2DZ,AZ,
dem Hamburger Wilhelm Tafelmeyer gewidmet, vor.
Im Artikel von Ferdinand Kollmaneck aus dem Jahr 1918 werden das erste Mal zwei
Kompositionen Reigersbergs nach Gedichten von Franz Wisbacher erwähnt:
Mein Schätzchen und Maigrün. Von Wisbacher, der selbst Orgelspieler war,
sind einige Gedichte überliefert. Es ist gut möglich, dass sich Wisbacher und Reigersberg
kannten, bei den biographischen Stationen gibt es räumlich und zeitlich Überschneidungen.
Während die Komposition zu Maigrün verschollen ist, taucht Mein Schätzchen im Jahr 1930
wieder auf. Im Zentralblatt erscheint als Musikbeilage
eine Bearbeitung für Singstimme und Diskantzither,
eine weitere Bearbeitung für
Zitherquartett, Cello und Singstimme
liegt als Manuskript vor. Diese Bearbeitung wurde am 2. Mai 1936 vom Zitherquartett Zürich unter der Leitung von Emil Holz uraufgeführt,
Gesang von Elsa Holz.
Fotographie Reigersbergs, ca. 1930
Musikbeispiele
Konzertino Op.61, gepielt von Klaus Waldburg.
In seiner mittleren Phase komponierte Reigersberg viele Stücke im klassischen Stil. Dabei schuf er zahlreiche Rondos, Sonatinen und Sonaten sowie
Konzerte und Konzertinos.
Aus dem Konzertino B-Dur Op.61 ist besonders das hinreißend schöne Larghetto
bekannt geworden, welches einzeln bei Jellinghaus leicht bearbeitet herausgebracht wurde.
Das musikalische Thema dieses Larghettos wurde von Grünwald in seiner Paraphrase über ein Reigersbergsches Thema
verarbeitet (s. Abschnitt Widmungen).
Lento amoroso aus Sontine G Dur, Op.46 Nr.1, gespielt von Thomas Baldauf.
Diese Sonatine ist 1917 im Verlag von Richard Grünwald erschienen, im Echo vom Gebirge wurde das Lento amoroso damals wie folgt besprochen:
"Hier atmet das Sätzchen Haydns Anmut und Lieblichkeit, Glucks vornehme Liebenswürdigkeit. Im Poco animato finden sich feine harmonische Wendungen.
Der zuweilen vierstimmige Satz, in dreiteiliger Liedform durchweg polyphon gehalten, zeigt den gereiften Künstler."
Titelblatt zur Sonatine G Dur, Op. 46 Nr.1, erschienen im Verlag Richard Grünwald.
Von dem Stück liegt auch eine Bearbeitung Reigersbergs mit einer zweiten Melodiestimme vor,
hier das zweistimmige Lento amoroso.
Vom Quartett Max Funk wurde 1941 das Quartettino Op.84 eingespielt,
auf Seite A die Sätze 1 und 2,
auf Seite B der dritte Satz.
Ständchen, Op. 56, gespielt von Walter Jellinghaus. Das Stück wurde von Reigersberg
der Frau Richard Grünwalds gewidmet. Es ist im Grünwald-Verlag erhältlich für DZ sowie als Bearbeitung für Quartett.
Im Verlag von Christoph Vogt in Dresden war das Werk für 2 DZ, AZ, 2 Violinen, Viola, Cello, Gitarre und Flöte erschienen.
Lenzesblüten, gespielt von Heinrich Schiede (Interpret an der zweiten Zither unbekannt).
Die Noten dieses Stücks für zwei Diskant-Zithern waren 1920 im Verlag von Franz Heinrich erschienen.
Heinrich leitete auch das Nürnberger Zitherquartett, welches in den 30er Jahren zahlreiche Kompositionen von Reigersberg zur Uraufführung gebracht hatte.
Zwischen diesem Quartett und Reigersberg bestand eine enge Beziehung, gemeinschaftlich wurden auch die Möglichkeiten der neuen Instrumentenform der Basszither
ausgelotet, welche von Jean Endenthum in Nürnberg hergstellt wurden.
Diese Aufnahme von Burschenherrlichkeit
wurde 1994 vom Zitherchor des Zitherklub Bayreuth zum Festkonzert anläßlich des 75. Jubliäums vorgetragen.
Dort entstand auch die Aufnahme des lieblichen Duetts
Schätzchen vom Königsee,
gespielt von Hans Wamser und Günter Groll.
Die Aufnahme der Waldeinsamkeit-Suite wurde von Toni Göswein eingespielt. Dieses Werk
war zunächst in der Muse des Saitenspiels im Jahr 1920 in drei Fortsetzungen erschienen und später im Verlag von Richard Grünwald verlegt worden.
Die drei Teile sind umschrieben mit: 1. Umfanget mich, liebliche Schatten. 2. Was die Tannen rauschen. 3. Faun und Nymphe.
Das Impromptu mit Werknummer 85 wurde von Reigersberg für Quartett (DZ,QZ,AZ,BZ) komponiert, die Uraufführung des Werks war 1931. Im gleichen Jahr
ist auch eine Bearbeitung für Zither allein als Musikbeilage im Zentralblatt erschienen, diese Ausgabe widmete Reigersberg
Frau Hanna Osterburg in Chemnitz. Beide Ausgaben sind im Grünwald-Verlag erhältlich. Im Jahr 2023 wurde das
Impromptu
vom Bochumer Zitherquartett aufgeführt.
Widmungen
Häufig werden musikalischen Werke von ihren Schöpfern mit Widmungen versehen.
Diese Widmungen, insbesondere wenn sie gegenseitig erfolgen, erlauben Aufschlüsse über
Wertschätzung und persönliche Beziehungen.
Grünwald und Reigersberg haben sich und ihren Frauen gegenseitig Werke gewidmet.
Während Grünwald mit seiner
Paraphrase über ein Reigersbergsches Thema
(hier in der Originalhandschrift Grünwalds)
eine wohlwollende Anerkenunng gegenüber dem Kollegen ausgedrückt hatte,
wurde umgekehrt von Reigersberg mit dem Stück
Mein Herz ist im Hochland
der "Künstler Grünwald" gewürdigt. Letzteres wurde von Reigersberg im Eigenverlag herausgegeben.
Der Frau Baronin, also Lola von Reigersberg, widmete Grünwald die
Paraphrase über ein altes Weihnachtslied
als Weihnachtsgabe, während Reigersberg "Frau Richard Grünwald" ein
Ständchen brachte. Dieses Ständchen
ist als Quartett (für Dz,Az,Qz,Bz) noch im Grünwald-Verlag erhältlich.
Von Josef Hauser wurde Reigersberg das Werk O goldne Jugendzeit
gewidmet. Im Verlag Josef Hauser erschienen einige der frühen Werke von Reigersberg, in der Münchner Zitherszene im
Allgemeinen und über die Münchner Zitherzunft im Speziellen war man miteinander verbunden.
Die Beziehung des Künstlers Ferdinand Kollmaneck und Reigersberg sind unklar. Kollmaneck und
Reigersberg gehörten der gleichen Generation an, folgten also auf die Altmeister. Die Wirkungskreise
waren aber sehr verschieden und auch die Lebenswege. Aber die
Waldmärchen Suite für zwei Zithern von
Kollmaneck und die Erika Idylle, die
Reigersberg dem Brautpaar Kollmaneck widmete, zeugen von gegenseitiger Anerkennung.
Zwischen dem etwas älteren Max Schulz und Reigersberg scheint sich erst in derem Spätwerk
eine musikalische Nähe und gegenseitige Zuneigung entwickelt zu haben.
Reigersberg hatte 1930 seine beiden unter Op.86 als Musikbeilagen im Zentralblatt herausgebrachten Werke
Walzer Arabesken
sowie
Späte Blumen
Max Schulz gewidmet. Schulz hatte zu dieser Zeit seine Karriere als hochangesehener
Vortragskünstler weitgehend beendet und fällt nun mit interessanten Kompositionen auf, welche vor allem
im Verlag von Ernst Rommel herausgekommen waren. Dazu zählt auch die
Barkarole, welche hier in der Notenhandschrift von Schulz vorliegt.
Der bei Rommel verlegte Druck ist heute nicht mehr auffindbar.
Das Stück ist Reigersberg "in Verehrung" gewidmet.
Reigersberg hatte seine beiden eben genannten Werke auch als Bearbeitungen für Quartett geschrieben, die "Walzer-Arabesken"
(für Dz,Az,Qz,Bz) sind im Grünwald-Verlag noch erhältlich. Die Quartett-Fassung von "Späte Blumen"
(gleiche Besetzung) ist verschollen.
Mit Walter Swoboda war Reigersberg ebenfalls verbunden. Beide waren für das Echo als Schriftsteller
tätig und hatten auch ein Buch mit gemeinsamen Beiträgen veröffentlicht.
Reigersberg hatte 1908 die Musikbeilage Stille
an Swoboda gewidmet.
Dieses Stück wurde von Thomas Baldauf
eingespielt.
Von Swoboda wurde seine Sonate I D-Dur wiederum an Reigersberg gewidmet. Diese Sonate
ist leider bislang nicht auffindbar.
Die Beziehung Reigersbergs zu Hans Thauer war ambivalent, wenn man den verschiedenen,
in den Zitherzeitschriften nachvollziehbaren Streitereien folgt. Dennoch scheint es
zwischen Thauer, der in der Münchner Zither-Szene eine der wichtigsten Figuren war,
und Reigersberg ein grundsätzliches Wohlwollen gegeben zu haben.
Von Reigersberg ist hierfür das im Echo 1918 erschienene
Andante ein
Zeugnis, 1924 hatte er zum 70. Geburtstag von Thauer -ebenfalls im Echo- ein Gedicht
zu Ehren des Jubilars veröffentlicht. Von Thauer wiederum wurde die
Paraphrase über Mendelsohns
Oh Thäler Weit oh Höhen dem Freiherrn "hochschätzend" gewidmet.
Offene Fragen
Die Recherchen zu Reigersberg haben viele Fragen beantworten können.
Manche sind offen geblieben, manche hinzugekommen. Hier eine Auswahl:
Es wird von einem Lebenslauf Reigersbergs erzählt, der sich
angeblich im Besitz einer Frau Friedel Wocheslander befand.
Frau Wocheslander spielte in der Nürnberger Zitherspielvereinigung.
Sie selbst hatte diesen Lebenslauf, zusammen mit einer Mappe mit Konzertprogrammen,
vor ihrem Tod an eine Freundin in Hamburg weitergegeben,
welche Zither- und Klavierspielerin ist. Diese Unterlagen konnten
bislang nicht ausfindig gemacht werden.
Womöglich könnte der oben genannte Lebenslauf dabei helfen, eine biographische Station
im Lebenslauf Reigersbergs zu erhellen. Reigersberg lebte ab 1916
bis zu seinem Tod in Bayreuth. Aus der dortigen Gegend stammte auch seine Frau Lola.
Zwischen 1924 und 1928 ist allerdings sein Aufenthalt dort fraglich.
Im Adressbuch der Stadt Bayreuth von 1927 wird er nicht aufgeführt.
In mehreren Korrespondenzen des Jahres 1927 nennt er als Absender Rosenheim.
Gründe, Dauer und nähere Details für diesen Aufenthalt bleiben bislang
verborgen.
Reigersberg stand mit verschiedenen Personen der Zitherwelt in
schriftlichem Austausch. Von diesen Korrespondenzen ist leider
kaum etwas bekannt. Insbesondere die Briefwechsel mit
Mickenschreiber, Kuchenbuch oder Holz könnte wertvolle
Informationen liefern.
Viele Kompositionen Reigersbergs wurden nie verlegt. Von den
Manuskripten fertigte Reigersberg selbst verschiedene Abschriften
an, welche in der Zithergemeinde herumgereicht wurden.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde von verschiedener Seite
versucht, diese Manuskripte ausfindig zu machen und
zusammenzutragen. Dennoch gilt ein großer Teil davon heute
als verschollen.
Zur Vervollständigung des Bildes von Reigersbergs Spätwerk
wären weitere solcher Manuskripte von unschätzbarem Wert.