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Henry Vries

Henry Vries 1931

Verlag Henry Vries

Henry Vries (1873 - 1943) war als Verleger, Komponist, Solist, Leiter verschiedener Zithervereine, Lehrer und Kaufmann tätig. Er hatte sich also ausgesprochen vielseitig betätigt und offenkundig der Zithersache verschrieben. Vries ist noch in den Kriegsjahren verstorben, 1949 erfolgte ein Nachruf in den Mitteilungen des Deutschen Zithermusik-Verbandes. Seine Ehefrau Paula, welche auch Zitherspielerin war und häufig mit ihrem Mann auftrat, starb am 17. März 1952. Deren einziger Sohn Hans, ebenfalls als Zither-Solist tätig, war im Krieg gefallen. „So ist die Familie, deren Lebensinhalt die Zither war, vollkommen aufgelöst.“ (Mein Saitenspiel, 1952, Mai).


Familie Vries 1929

Der Generalkatalog

Da er selbst Musikalienhändler war, kam ihm die Idee, einen Katalog zu erstellen, anhand dessen die verfügbaren Werke leicht nachzuschlagen sein sollten. Zu diesem Zweck unternahm er die Mammutaufgabe, alle in seiner Zeit verfügbaren Werke zusammenzutragen und die entsprechenden Informationen systematisch darzustellen. Ohne Computer, wohlgemerkt. So entstand der Generalkataloge der Zitherliteratur.

Für die heutige Forschung sind seine Kataloge von unschätzbaren Wert. Unabhängig davon, welche Werke tatsächlich die beiden Weltkriege überdauert haben, erlauben sie einen Überblick über die damaligen Publikationen.


Hans Vries und Marga Bäuml 1929

Eine Merkwürdigkeit dieser Kataloge ist die alphabetische Sortierung nach Titel der Werke. Wer sich einen Überblick über die Kompositionen eines bestimmten Künstlers verschaffen wollte, hatte eine Menge Fleißarbeit zu leisten. Diese Arbeit ist für die Zitherforschung heute einfacher geworden, da in den Digitalsitaten eine Volltextsuche möglich ist.

Bestellkarte an Henry Vries Zither-Spezialgeschäft, Köln a. Rh.

Verlagsprogramme und Kataloge

Weitere Kataloge und Programme des Verlags von Henry Vries